Schön war´s: Erfolgreiche Demonstration zum Frauen*kampftag in Leipzig

Am 8.März war wieder Internationaler Frauentag. Im letzten Jahr haben wir zur ersten bundesweiten Frauen*kampftags-Demo in Berlin mobilisert und auch Busse organisiert.In diesem Jahr gab es erstmals auch eine Demonstration zum ‚Frauen*kampftag‘ in Leipzig!
Unter dem Motto „Kämpfe vereinen! Für eine revolutionär-feministische Perspektive! Gegen Sexismus und Patriarchat!“ hatte ein Bündnis von verschiedenen Leipziger Gruppen und Initiativen zu einer Demonstration durch die Stadt aufgerufen. Unser Ziel war es, Feminismus wieder offensiv auf die Straße zu tragen, aktuelle Diskriminierungen zu kritisieren und für ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen einzutreten. Als Teil von einer Reihe weltweiter Frauen*kampftags-Demonstrationen, von Istanbul bis Berlin, sollte der 8.März wieder zu einem politischen Kampftag werden. Um 14h begann die Auftaktkundgebung am Clara-Zetkin-Denkmal. Von dort aus zog die Demo durch die Innenstadt, mit Zwischenkundgebungen am Augustusplatz und Wilhelm-Leuschner-Platz, und endete am Südplatz.

Trotz relativ kurzfristiger Mobilisierung und erstmaligem Versuch, kamen unerwartet ca. tausend Menschen auf die Straße. Das ist ein unheimlicher Erfolg und ein starkes Zeichen dafür, dass feministische Kritik und die Repolitisierung des 8.März für Viele wichtige Anliegen sind. Wir waren ermutigt von der Zustimmung und der Diversität der Teilnehmenden, die mit ihren kreativen Ideen und Materialien eine laute, bunte und kämpferische Demonstration gestaltet haben. Auch wir waren aktiv mit dabei und hatten auch ein eigenes Transparent auf der Demo (siehe Foto).

Die Redner*innen auf der Demonstration sprachen u.a. die Verschränkung von Geschlechterdiskriminierung mit anderen Diskriminierungsformen wie Rassismus und Transfeindlichkeit an. Weitere Themen waren Gewalt an Frauen, die Geschichte der Frauenbewegung in Leipzig, Sexismus auch in linken Strukturen sowie die doppelte Belastung von Frauen* durch Erwerbs-, Haus- und Erziehungsarbeit. Besonders bewegend war ein Beitrag von kurdischen Frauen über die Kämpfe von Frauen weltweit, der die internationale Solidarität stark machte.
Zudem wurde der alljährliche Schweigemarsch gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren Körper von christlichen Fundamentalisten in Annaberg-Buchholz angesprochen, der in diesem Jahr am 1. Juni stattfinden wird. Hierfür gibt es bereits Planungen: www.schweigemarsch-stoppen.de

Die Frauen*kampftags-Gruppe in Leipzig will weiter zusammen arbeiten und Veranstaltungen organisieren. Weitere Informationen gibt es hier: 8maerzleipzig.blogsport.eu

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