Nachttanzdemo - Partypatriotismus überwinden, unser Sport ist antinational!

Schwarz-Rot-Goldene Fahnen an jedem Auto und in jeder Wohnung, Deutschland-Trikots wohin man auch schaut - am 12. Juni ist es wieder soweit: Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet ihr erstes Spiel bei der Fußball-Europameisterschaft und das Land schmückt sich mit seinen nationalen Symbolen. Flagge zeigen ist wieder angesagt.Ist dieser anlassbezogene "Partypatriotismus" unbedenklich, wie uns gerne erzählt wird? Nein ist er nicht! Sport soll verbinden, soll Menschen, egal wie alt, egal woher sie kommen, egal welchen Geschlechts zusammen bringen. Wer stolz auf sein Land ist schafft jedoch das genaue Gegenteil: man wertet sich und die eigene Nation auf und Andere gleichzeitig ab. Es wird ein pures Gegeneinander statt eines Miteinanders generiert – fernab der sportlichen Konkurrenz auf dem Feld. Während bereits außerhalb kompetitiver Großereignisse wie EM und WM nicht mit nationaler Symbolik gegeizt wird, fallen spätestens zu solchen Events alle Hemmungen sich positiv auf Deutschland zu beziehen und dies auch offen zu zeigen. Völlig unreflektiert werden Medienberichte, wie „So toll, wie diese Mannschaft ist, so toll ist auch unser Land.“ hingenommen.Ein solches nationales „Wir-Gefühl“ ist gerade in Zeiten von AfD-Parolen, wie „Mut zu Deutschland“ nicht zu tolerieren. Zu gefährlich ist es, dass Rechtspopulisten die Stimmung der Menschen auffangen und für ihre rassistische, unsolidarische Politik missbrauchen. Aber auch weitere Aspekte, die ein solches sportliches Großereignis mit sich bringt kritisieren wir. So spielen politische Entscheidungen und wichtige Ereignisse, welche sich während des Events ereignen, nur noch eine Nebenrolle. Wichtig ist, dass Jogi’s Jungs morgen gewinnen. Außerdem spielt der Sport mehr und mehr eine Nebenrolle. Vielmehr verkommen die Spiele zu riesigen Werbeflächen für Großkonzerne, denen die Ergebnisse weitestgehend egal sind. Auch hier ist wieder nur wichtig, dass die jungen Fußballfans die Schuhe ihrer Idole kaufen. Um es kurz zu machen: 
wir haben keine Lust auf „Partypatriotismus“, auf Nationalismus, keine Lust auf von Anfang bis Ende durchvermarktete Events, bei denen gerne mal bewusst von wirklichen Problemen weggeschaut wird. Wir haben Lust darauf miteinander Spaß zu haben, miteinander zu Trinken und miteinander zu Feiern – ohne Grenzen. Deshalb: zieht mit uns am 12. Juni, 21 Uhr (pünktlich zum Anpfiff des ersten Deutschland-Spiels) laut durch die Stadt! Zeigen wir der „Schwarz-Rot-Goldenen-Meute“, wie man Party ohne Patriotismus macht!
 
 
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